Blogbeitrag vom 06.03.2017


Es gibt Freund und Feind unter den Bakterien
Bakterien gelten üblicherweise als Feinde unserer Gesundheit.
Sie sind jedoch auch gewöhnliche Bewohner des menschlichen Körpers, wo sie z.B. bei der Verdauung mithelfen.
Sie können daher auch als Freunde angesehen werden.


 

„Über 2 Kg unseres Gewichtes sind Bakterien“
Es wird geschätzt, dass die Anzahl der Bakterien im Körper vergleichbar mit der Anzahl der Zellen ist, also ca. 100 Milliarden.
Auch beim Gewicht machen sie einen beträchtlichen Anteil des Körpers aus:
mehr oder weniger 2 kg. 




Keime: Bakterein und Vieren tausendfach vergrößert


Ohne geht es nicht

Bakterien im Körper sitzen vor allem auf der Haut und im Darm. Blut und innere Organe sind Keimfrei. Sie spielen auch eine wesentliche Rolle im Darm, wo sie die Verdauung mit ihren Enzymen unterstützen. 
Der wichtigste Bewohner im Darm ist die Bakterie Escherichia Coli, benannt nach Theodore von Escherich, einem Arzt des 19. Jahrhunderts.





Gehört nicht in unseren Körper
Es gibt allerdings auch Stämme von E. Coli die gesundheitsschädlich sind.
Tatsächlich sind ca. 200 pathologische Stämme von E. Coli bekannt. Sie können ins Trinkwasser gelangen, wenn die Desinfektion mit Chlor oder andere Desinfektionsmittel nicht gelungen ist.
In diesem Fall ist es ein Zeichen der Verunreinigung mit Fäkalien.





Fast"  kein Problem
Das häufigste von E. Coli hervorgerufene Gesundheitsproblem  ist lebensgefährlicher blutiger Durchfall, der besonders schlimm ist wenn kleine Kinder betroffen sind.
Die Qualität des Trinkwassers wird getestet, indem die Anwesenheit der sogenannte „Coliforme Bakterien“ geprüft wird, die ein Zeichen von Verunreinigung mit Fäkalien darstellen.

Dies ist der sogenannte „Coliforme Test“. Zu diesen Coliformen Bakterien gehören die Gattungen (zusätzlich zu E. Coli) Enterobacter, Klebsiella und Citrobacter
Zu der Enterobacter Gattung gehört die Bakterie Salmonella typhi, Auslöser des typhoiden Fiebers. In der Vergangenheit war auch die Bakterie der Cholera, Vibrio cholerae, ein Problem. 
Diese Bakterien sind Erfreulicherweise in Industrieländern fast komplett mithilfe der Trinkwasseraufbereitung entfernt worden. Sie bleiben jedoch ein Problem in manchen Entwicklungsländern. 




Andere Übeltäter
Außerdem gibt es Bakterien, die häufig im Trinkwasser vorkommen, die keine Coliforme Bakterien, aber trotzdem gesundheitsgefährdend sind, wie z.B. die Legionella pneumophila, die Auslöser der Legionärkrankheit (eine atypische Pneumonie mit Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall und Desorientiertheit) und des Pontiac-Fiebers (eine respiratorische Erkrankung).
Legionella ist in Seen, Bächen und im Boden zu finden und ist gegen Chlor resistent, wodurch es ins Trinkwasser gelangen kann“ 




Protozoen sind nahezu resistent gegen Chlor
Es gibt auch Keime, die keine Bakterien sind, jedoch trotzdem im Trinkwasser vorhanden sein können, wie bspw. die Giardia intestinalis und die Cryptosporidium parvum, die Krankheiten verursachen.
Diese Keime sind Protozoen und sind sehr resistent gegen Desinfektion mit Chlor.






Wasser ist nicht keimfrei
Dementsprechend sollte man nicht davon ausgehen, dass das Trinkwasser vollständig keimfrei ist.
Es sollte getestet und auch gefiltert werden.
Die durchschnittliche Größe der normalen Bakterien liegt zwischen 1 und 10 µm. Bei der Mehrheit davon trifft 1 µm zu.
Sie können daher vom Trinkwasser mit einem geeigneten Wasserfilter herausgefiltert werden.
 



 

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