Giftstoffe in unserem Trinkwasser



Es wird oft behauptet, dass das Trinkwasser in Deutschland eines der besten der Welt ist.Die Trinkwasserverordnung (TWV) in Deutschland legt hohe Standards für die Wasserqualität fest.

Tatsächlich ist das Leitungswasser in Deutschland eins der besten der Welt. Es ist nicht einfach, aus stark verunreinigtem Wasser, sauberes Trinkwasser zu gewinnen und so verdienen die Klärwerke in Deutschland unser Lob.
Allerdings ist längst nicht alles perfekt.



Mal Hü - Mal Hot – was stimmt?
Zum Beispiel berichtet Die Welt, dass das deutsche Trinkwasser die beste Note „sehr gut“ bekommen habe:  http://www.welt.de/wissenschaft/article13822806/Deutsches-Trinkwasser-bekommt-Bestnote-sehr-gut.html. In derselben Zeitung wird es ein anderes Mal gewarnt es gebe giftige Verunreinigungen in unserem Trinkwasser:
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article114602022/Forscher-warnen-vor-Chemikalien-im-Trinkwasser.html.

So…. was ist nun die Wirklichkeit?



   

  


Alles schaffen selbst die Wasserwerke nicht
Die Trinkwasserverordnung (TWV) in Deutschland legt hohe Standards für die Wasserqualität fest. Tatsächlich ist das Leitungswasser in Deutschland eins der besten der Welt. Es ist nicht einfach, aus stark verunreinigtem Wasser, sauberes Trinkwasser zu gewinnen und so verdienen die Klärwerke in Deutschland unser Lob.
Allerdings ist längst nicht alles perfekt.


 


                           "Grenzwerte sind nichts anderes als eine akzeptierte Verschmutzung"
 




Giftige Stoffe dürfen laut der TWV im Trinkwasser vorhanden sein. Man geht davon aus, dass in einer niedrigen Dose diese Substanzen nicht gefährlich sind.
Sie meinen damit Stoffe wie Blei, Chlor, Nitrat, Pestizide, Arsen, Quecksilber, Uran, etc., die oberhalb gewisser Grenzwerte vollkommen giftig sind.
Diese Grenzen sind in einigen Fällen zutreffend, aber nicht immer.




Blei schädigt das Nervensystem

                                       
Blei ist sehr giftig. Es ist bekannt, dass es die geistige Entwicklung des Menschen verhindert, indem es das Nervensystem beschädigt.
Das ist besonders schlecht bei Kindern, die noch nicht ihre vollständige Entwicklung erreicht haben.
Es ist auch nachgewiesen, durch Tierversuche, dass Blei krebserregend ist.
Blei gelangt ins Trinkwasser zumeist aus alten bleihaltigen Wasserleitungen. Oder durch die Abgase von Autos.




                                            


 

Jahrzehnte wurden Autos mit bleihaltigem Benzin betrieben. So gelangten Tonnen über Tonnen von Blei in die Umwelt und in unser Trinkwasser
 



Es gibt keinen sicheren Wert für Blei
Die EPA (Evironmental Protection Agency, in den USA) sagt ausdrücklich,dass es kein sicheres Niveau für Blei gibt, also sollte der Grenzwert Null sein.
Die TWV legt jedoch den der Grenzwert von 0,01 mg/L.




Bakterien im Wasser

Bakterien können ins Trinkwasser gelangen, weil die Desinfektion nicht zu 100% effektiv ist.
Ein Beispiel der sogenannten Coliforme Bakterien, die ein Zeichen von Verunreinigung des Trinkwassers mit Fäkalien sind, ist die Bakterie E. Coli.

Das häufigste Gesundheitsproblem bei der Anwesenheit dieser Bakterie ist lebensgefährlicher blutiger Durchfall, der besonders schlecht ist, sobald kleine Kinder betroffen sind.


                                    
                                      Bild Bakterien - Keime



Hier liegt der Grenzwert bei Null und so wird es richtig in der TWV festgelegt, aber dieser Grenzwert wird in der Wirklichkeit überschritten.
Außerdem gibt es Bakterien, die häufig im Trinkwasser vorkommen, die keine Coliforme Bakterien, aber trotzdem gesundheitsgefährdend sind, wie z.B. die Legionella pneumophila, die Auslöser der Legionärkrankheit.



 

Legionella ist resistent gegen Chlor
 


Legionella ist in Seen, Bächen und im Boden zu finden und ist gegen Chlor resistent, wodurch es ins Trinkwasser gelangen kann.



Chlor reagiert im Verarbeitungsprozess
In niedrigen Dosen ist Chlorid unbedenklich, da es ein Nährstoff ist (Chlorid befindet sich, z.B. im Kochsalz, NaCl).
Es spielt eine wichtige Rolle beim Elektrolytgleichgewicht der Zellen. In größeren Mengen ist es giftig, so sehr, dass es als Desinfektionsmittel bei der Wasseraufbereitung verwendet wird.
So gelangt es massiv in das Leitungswasser.

Ein großes Problem mit Chlor ist, dass es extrem reaktiv ist und so es mit organischen Stoffen reagiert und u.a. die sogenannte Trihalogenmethane erzeugt, die krebserregend sind.
Deswegen ist der Grenzwert von 250 mg/L in der TWV zu hoch.




Wann wird Nitrat giftig?
Nitrat gelangt ins Grundwasser aus dem Ackerbau, wo es als Düngemittel verwendet wird.
Nitrat befindet sich auch in Gemüse und wird als Konservierungsmittel für Fleisch eingesetzt.
In sehr niedrigen Dosen es ist ungiftig, da es ein Nährstoff ist.

In größeren Mengen kann es gesundheitsschädlich sein. Erstens wird es teilweise durch den Stoffwechsel im Körper zu Nitrit (NO2-).
Nitrit verhindert die Aufnahme von Sauerstoff im Blut, da es das Hämoglobin zu Methämoglobin oxidiert (das Eiweiß Hämoglobin, das dem Blut die Farbe Rot gibt, ist zuständig für den Transport von Sauerstoff im Blut).




Zu hoher Grenzwert für Nitrat
Bei Säuglingen ist es besonders gesundheitsgefährdend, weil sie aufgrund ihrer noch nicht ausgereiften Reduktionskapazität, das Methämoglobin nicht wieder zu Hämoglobin zurückreduzieren können.

Dementsprechend sollte der Grenzwert herabgesetzt werden. Noch eine Schwierigkeit besteht darin, dass Nitriten mit Aminen aus eiweißhaltigen Lebensmitteln reagiert und die krebserregende Nitrosaminen erzeugen.
Wenn wir das bedenken ist der Grenzwert von 50 mg/L zu hoch.




Nur die Spitze des Eisbergs



Diese sind nur einige Beispiele von Verunreinigungen in unserem Trinkwasser. In der Tat gibt es viele andere giftige Stoffe im Trinkwasser.
Die Mehrheit davon werden nicht geprüft: Hormone, Antibabypillen, Antibiotika, Schmerzmittel, Antidepressive, etc.

Diese Substanzen werden nicht einmal in der Trinkwasserverordnung erwähnt!



 

Es werden täglich abgelaufene oder nicht verwendete Tabletten in riesigen Mengen über Toiletten entsorgt und gelangen ungefiltert in unser Trinkwasser.
 

                                                                    



Gifte vom Abwasser direkt ins Trinkwasser
Sie gelangen in das Leitungswasser hauptsächlich durch das Abwasser.
Das Abwasser kommt in Flüsse, die Flüsse wiederum ins Grundwasser und so haben wir alles wieder im Trinkwasser.

Andere Stoffe werden in der TWV berücksichtigt, aber sie sind bei allen Dosierungen giftig, einen Grenzwert festzulegen ist daher, wie bei Blei, nicht ausreichend.
Damit sind Verunreinigungen gemeint wie Pestizide, Trihalogenmethane, Quecksilber, Arsen, Cadmium, Uran, etc.





Was wäre die Lösung?
Strengere Kontrolle oder Filtrierung würden bestimmt helfen, aber es könnte eine lange Zeit vergehen bis sich das verwirklicht.
Selbst wenn das Wasser streng gefiltert wäre, wäre es keine Garantie, dass das Wasser aus dem Wasserhahn perfekt ist, da es auf seinem Weg durch das Leitungsnetz weitere Verunreinigungen sammelt.

Die Lösung ist ein Wasser in Flaschen leider auch nicht weil sie u.a. Weichmacher und Bisphenol enthalten, die auch giftig sind, und auch weil die Wasserqualität bei Flaschenwasser noch schwächer geprüft wird.


 
Der Verbraucher muss die Reißleine ziehen und selbst dafür sorgen,
das er sauberes Wasser zur Verfügung hat.





 

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