Die Frage ist:


                                           



Sind Natursalze besser als Kochsalz?

Haben Sie sich jemals gefragt, warum das Speisesalz so weiß ist?  Es wird mit Bleichmitteln so schön weiß gemacht!
Dem handelsüblichen Koch- Speise oder Tafelsalz werden Zusatzstoffe und Rieselhilfen, wie Kaliumjodatum, Natriumfluorid, Aluminium-Verbindungen, Ferrocyanid und die sogenannten „E-Nummern“ zugesetzt, damit es nicht so schnell verklumpt und die einzelnen Körner schön heraus rieseln und es besser gestreut werden kann. 
Alle diese Chemikalien sind giftig!

                                                                  Salz mit Rieselhilfe



Es bleibt nur Natriumchlorid übrig
Dieses Salz wird einer Raffination ausgesetzt, die alle natürlichen Elemente, außer Natriumchlorid, entfernt. Diese andere Elemente, wie Germanium oder Magnesium, und die Mehrheit des Natriumchlorids, werden an die Industrie verkauft. Der Rest ca. 5 - 7 %, des um die Mineralien reduzierten Salzes, also einfaches Natriumchlorid, kommt als Kochsalz in den Supermärkte. 
Die Mehrheit (93 - 95%) des raffinierten Salzes geht in die Industrie, wo eben nur Natriumchlorid und kein Natursalz benötigt wird. 




Das Salz wird denaturiert
Die Kristallstruktur vom Kochsalz wird stark beeinträchtigt. Das Speisesalz wird bei einer Temperatur von 650°C erhitzt, um alle „Verunreinigungen“ zu entfernen. Diese Hitze zerstört die Kristallstruktur, die wichtig für den Energieausgleich des Körpers ist.



Natursalze bleiben natürlich
Im Gegensatz zu dem von der Industrie aufbereiteten Speisesalz sind Natursalze, auch Kristallsalze genannt, so wie sie einst entstanden sind.

Das Salz wird hauptsächlich aus Salzbergwerken, die aus dem Urmeer entstanden sind, gewonnen. Sie sind also alle natürlich.
Außer Natriumchlorid, enthalten sie viele andere Elemente, die unentbehrlich für die Ernährung sind.

Natursalze haben eine erhöhte Kristallstruktur und enthalten keinerlei Zusatzstoffe oder Rieselhilfen. 
Natursalze sind so wertvoll, dass sie als „weißes Gold“ bezeichnet werden. Im Altertum wurde Kristallsalz als Währung verwendet. Das englische Wort „Salary“ entstand aus dem Wort „Salz“, damals wurde das Gehalt in Salz bezahlt.




Verschiedene Sorten

  • Das Himalaya Salz ist ein erwähnenswertes Natursalz. Es stammt aus dem Punjab Gebiet in Pakistan, 300 km südwestlich des Himalayagebirges. Dieses Gebiet hat eines der reichsten Salz Bergwerke der Welt. Dieses Salz weist eine erhöhte Kristallstruktur auf, die aufgrund der Druckverhältnisse beim Aufbau des Berges aus dem Urmeer entstanden ist. Es besteht aus 95-98% Natriumchlorid, und enthält andere Mineralien in Spuren, wie Kalium, Magnesium, Jod , Calcium, Schwefel, Eisen, etc. Ein hoher Eisenanteil färbt das Salz rosa.


                                                                            
 


 Halit Salz, wird auch der Diamant unter den Salzen genannt. Wenn der Abbau mit bedacht geschieht, hat man Steine, die wie Bergkristalle aussehen. Es gibt nicht sehr viele Vorkommen von Halit Salz, es ist die höchste Qualitätsstufe für Natursalz. Es ist ein rechtsdrehendes und Basen bildendes Salz, ein vollständiges Salz mit allen Elementen, hervorragend und mild im Geschmack. 

                                                                   
 
  • Rotes Hawaii Salz ist ein Meersalz und wird im pazifischen Ozean, in der Inselgruppe Hawaii, gewonnen. Es enthält das rote vulkanische Tonerde Alea. Es hat einen sehr würzigen Geschmack und wird daher vielfältig in der Gourmet Küche eingesetzt.
 
                                                                            
 
  • Tibet Salz wird aus einem See in einer Höhe von 3200 Meter gewonnen, und ist damit der höchste und einer der größten Salzseen unserer Erde. Es wird auch "Mongolisches Salz" genannt. Die Inhaltsstoffe sind: 97,6% NaCI, 0,381%Ca, 0,140%Mg, 1,44% SO4.


                                                                      
 
  • Inka Salz, auch Sonnensalz genannt, kommt aus Maras, 40 km nordwestlich von Cuzco, Peru. Das Gebiet ist durch die Inka-Stadt Machu Picchu bekannt. Das Inka Salz entsteht aus einer Salzhaltigen Quelle. Diese Quelle hat ihren Ursprung in der Tiefe der Erde. Die Inhaltsstoffe für 100 g Salz sind >95% NaCI, 3,7% Ca,0,03% Mg, 0,42% SO4, 10,3 mg Jod, 1,5 mg Zink, 190 mg Kalium.
 
                                                          


 
  • Kala Namak Salz, auch schwarzes oder indisches Salz genannt, wird in der ayurvedischen Küche in Indien, aufgrund seines würzigen Geschmackes, eingesetzt.           Es ist ein vulkanisches Steinsalzmineral. Es besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid, aber es enthält auch Spuren von Natriumsulfat, Eisensulfiden und Schwefelwasserstoff, die ihm einen würzigen Duft und Geschmack, ähnlich wie Ei, verleihen.     
                                                      

                                                             Veganer und Vegetarierer schätzen den Gemack nach Eiern sehr.




Warum braucht der Körper Salz?
Viele Leute gehen davon aus, dass eine salzarme Diät gesünder ist. Aber stimmt dass so?
Eigentlich ist eine Diät mit niedrigem Salzgehalt nur bei hohem Blutdruck empfehlenswert.

Im gesunder Körper ist imstande, den Salzgehalt im Körper auszugleichen. Dies geschieht durch die Ausscheidung des überflüssigen Salzes durch die Nieren und Schweiß, und durch Hunger und Durst nach Salz und Wasser.
Eine salzarme Diät ist für gesunde Menschen unpassend, da der Körper eine gewisse Menge von Salz braucht (rund 5 g täglich).





Fast so wichtig wie Wasser
Eigentlich ist Salz, nach Wasser, das zweitwichtigste Lebensmittel, beide sind unentbehrlich und sind in ihrer Wirkung auf die Gesundheit verbunden.
Der menschliche Körper besteht aus etwa 70% Wasser.

Das Wasser im Körper ist allerdings kein reines Wasser, sondern eine Lösung aus Salz und anderen Mineralien.
Interessanter weise ist die chemische Zusammensetzung, wie die des Meerwassers. 



Nobelpreisträger drückt es so aus:
Wie der Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi, Entdecker des Vitamins C, sagte:
 

                                                                        " Wir sind wie Aquarien mit Füssen "



Das Meerwasser wird im Wasser in unserem Körper widerspiegelt. Unser Blut ist wie ein verändertes Meerwasser.



Osmose in unserem Körper
Das Gleichgewicht von Wasser im Körper ist von Elektrolyten, wie die Natrium-, Chlorid, und Kalium-Ionen, abhängig.
Wasser muss quer durch die Zellenmembran fließen und dies kommt auf die Konzentration von Elektrolyten innerhalb und außerhalb der Zelle an. 
Dieser Vorgang heißt Osmose. Der Fluss von Wasser ist nur möglich wenn Elektrolyte in der richtigen Menge außerhalb und innerhalb der Zelle vorhanden sind.
Natrium- und Chlorid-Ionen, die im Salz als Natriumchlorid enthalten sind, befinden sich zumeist außerhalb der Zelle, während die Kalium-Ionen innerhalb der Zelle vorhanden sind. 

Eine Änderung des Salzgehalts im Körper verursacht eine gestörte Verteilung des Wassers in den Zellen. Wenn es z.B. zu viel Salz im Körper gibt, dann wird Wasser aus den Zellen entnommen um den osmotischen Druck, der von der Konzentration abhängig ist, außerhalb der Zelle zu reduzieren.
Dieser Ausgleich ist auch unentbehrlich für eine richtige elektrische Aktivität der Nervenzellen, da die Konzentrationsdifferenz von Ionen außerhalb und innerhalb der Zelle zuständig für das elektrische Restpotential (-70 mV) der Zellenmembran ist. Ein gestörtes Gleichgewicht dieser Konzentration kann die elektrische Aktivität der Zellen beeinträchtigen.




Kalium aber kein Salz
Lebensmittel enthalten genug Kalium aber kaum Salz. Es ist daher notwendig das Essen mit Salz zu würzen. Es geht nicht nur um Geschmack, es geht um den Bedarf nach diesem sehr wichtigen Lebensmittel. 
Manchen Forschern zufolge bewirkt  Salz weitere Funktionen im Körper. Beispielweise  Dr. F. Batmanghelidj behauptet, dass Salz eine Rolle beim Säure-Base Gleichgewicht spielt. 
Salz spielt auch eine Rolle als Antihistaminikum und könne das Immunsystem bestärken.
Dr. Batmanghelidj ist der Meinung, dass Salz als Heilmittel gegen Krebs angewendet werden kann. 





Grenzwerte für Salz
In unserm Körper kommt es automatisch zur Homöostase, d.h. Ausgleich, des Salzgehalts.
 Dies geschieht durch die Ausscheidung des überflüssigen Salzes durch die Nieren und Schweiß und durch Hunger und Durst nach Salz und Wasser. Wenn der Vorrat von Salz im Körper niedrig ist, dann wird es von den Nieren nur in reduzierter Menge ausgeschieden. Der Körper kann nur zwischen bestimmten Grenzwerten für Wasser und Salz gesund bleiben.

Wenn eine reduzierte Menge von Salz oder gar kein Salz eingenommen wird, dann wird es, wie oben erwähnt, kaum von den Nieren ausgeschieden.



Der Körper braucht Salz
Bei einem Experiment mit Tieren wurde bei diesen Bedingungen ein Diuretikum (ein Wirkstoff, der die Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper durch die Niere fördert) angewendet, dann wurde der Salzgehalt im Körper des Tieres gesenkt.
In diesem Fall erschienen Reizbarkeit, Schwäche, Zittern und Lähmung und sogar auch Tod, nach einigen Stunden. Der Körper kann ohne Salz nicht überleben.

Wenn Salz in überflüssiger Menge eingenommen wird, wird dieser Überfluss normalerweise von den Nieren eliminiert. Wenn der Salzverbrauch nichtsdestotrotz zu hoch ist, oder wenn das Salz nicht richtig von den Nieren ausgeschieden wird, dann wird Wasser im Körper behalten um den osmotischen Druck zu reduzieren, was zu hohem Blutdruck führt. In diesem Fall ist eine Salzarme Diät empfehlenswert.
Es wird geschätzt, dass ein Erwachsene mehr oder weniger 3.8 g (und nicht mehr als 5 g für Frauen und 7 g für Männer) Salz täglich braucht.



 

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