Bekennen Sie Farbe!


Auch wenn es für viele kein angenehmes Thema ist oder gar peinlich, an dem Geruch und der Farbe unseres Urins können wir unmittelbar erkennen ob mit unserem Wasserhaushalt alles in Ordnung ist oder ob es Handlungsbedarf gibt.

 

Die Farbe Ihres Urins verrät, wie es um Ihren Flüssigkeitshaushalt steht

 

Warum ist Urin eigentlich gelb? Beim Abbau von Eiweißen und Bilirubin entstehen Urochromen. Das sind stickstoffhaltige gelbe Farbstoffe, die dem Urin seinen gelblichen Schimmer verleihen. Bilirubin ist ein wesentlicher Bestandteil der Galle.

Bei mehr Flüssigkeitszufuhr werden die Farbstoffe mit mehr Wasser verdünnt. Der Urin wird heller.

Urin besteht bis zu 99 Prozent aus Wasser. Außerdem enthält er Harnstoff, Elektrolyte, Harnsäure, Zitronensäure, Kreatinin sowie Vitamine.

Ist das Verhältnis dieser Inhaltsstoffe gestört, verändern sich Farbe und Geruch. Ist der Urin intensiv gefärbt und riecht sehr stark nach Ammoniak, kann das auf eine Dehydrierung hindeuten. In diesem Fall ist der Wasseranteil im Urin geringer und der Harn konzentrierter.

 

Farbtabelle: Trinken Sie genug? 

 

Farblos: Stark verdünnter Urin. Oft, weil man sehr viel getrunken hat. Bei anhaltendem Durst auch ein Zeichen für Diabetes.

Hellgelb: Optimal. Der Körper ist gut hydriert.

Dunkelgelb/Bernsteinfarben: Ist der Urin dunkelgelb und Bernsteinfarben, wie morgens nach aufstehen, deutet dies drauf hin, dass zu wenig getrunken haben. Trinken Sie Wasser!

Bierfarben/Sirup: Weist Ihr Urin die Farbe von Bier auf, so ist eine Dehydrierung im Gange. Ebenso kann es auf eine erkrankte Leber hin deuten.

Orange-braun: Akuter Flüssigkeitsmangel. Suchen Sie den Arzt auf, sofern die Verfärbung bestehen bleibt. Es können auch Gallen- und Lebererkrankungen vorliegen. Wie etwa Gelbsucht.

Pink/Rot: Kann durch Lebensmittel wie rote Beete, Rhabarber oder Blaubeeren verursacht werden. Die Verfärbung kommt durch natürliche Stoffe wie Carotin oder Betanin der Lebensmittel zu Stande.

Manchmal kann auch Blut im Urin vorhanden sein. Dann bitte schnell zum Arzt.

Blau-grün: deutet auf Bakterien hin, schaumig trüb auf eine Blaseninfektion, Schwarz-dunkel auf Melanogen. Bitte ziehen in diesen Fällen einen Arzt zu Rate.


Nicht nur das Durstgefühl zeigt auf, wie gut der Körper mit Wasser versorgt ist. Auch an der Farbe unseres Urins kann man erkennen, ob sich zu wenig Flüssigkeit in unserem Körper befindet. Bis zu 99 % unseres Urins ist Wasser. Und der Rest? Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin, organische und anorganische Salze, Phosphate und organische Säuren wie Oxalsäure und Zitronensäure. Hinzu kommen auch noch Fremdsubstanzen wie Arzneimittel oder Umweltgifte, die von den Nieren aus dem Blut gefiltert werden.

 

Ein gesunder Mensch sollte mindestens 500 ml Urin pro Tag ausscheiden.
Die regelmäßige Ausscheidung von Fremdstoffen und überschüssiger Flüssigkeit hilft dem Körper, das Volumen und die chemische Zusammensetzung des Blutes konstant zu halten und sich selbst zu reinigen.
Dieses Kommen und Gehen ist ein Schlüssel zu Gesundheit, da zu stark konzentrierte Körperflüssigkeiten sowie im Körper verbleibende Giftstoffe sonst die Zellen schädigen würden.

 

In den letzten paar Jahren werden in den Sommermonaten stetig uralte Hitze Rekorde gebrochen. Die Erde scheint wärmer zu werden. Gerade in den heißesten Monaten des Jahres, allen voran Juni, Juli und August, verliert der Körper viel Wasser über den Tag. Schon bei 1% Flüssigkeitsverlust wird der Stoffwechsel verlangsamt und die Leistungsfähigkeit herab gesetzt. Vor allem für Sportler, Kinder und ältere Menschen ist es wichtig, während dieser Zeit genug zu trinken. Warten Sie nicht erst bis das Durstgefühl einsetzt, denn das kann täuschen. Betrachten Sie z.B. auch die Farbe Ihres Urins. Auch an der können Sie nämlich erkennen, wie es um Ihren Flüssigkeitshaushalt steht.


 

Theorie und Praxis:


Die Allermeisten von uns wissen, wie wichtig es ist, genug reines Wasser zu trinken. Doch es dann auch wirklich zu tun ist nicht immer leicht.
Pflanzen haben es einfacher – sie nehmen Wasser einfach auf, wenn sie damit Berührung kommen. Bei uns Menschen läuft es anders ab. Selbst wenn Wasser direkt vor unserer Nase steht, heißt das nicht automatisch, das wir es auch in unseren Körper befördern.

Wir müssen uns erst dazu entscheiden, die Flasche in die Hand zu nehmen und aus ihr zu trinken. Manchmal haben wir einfach keinen Durst. Ein anderes Mal liegt es an einer eingefahrenen Gewohnheit, dass wir zu wenig trinken. Und wieder ein anderes Mal wollen wir nicht trinken, da uns reines Wasser einfach nicht schmeckt. Es hat ja nicht viel Aroma und keinen Zucker. Ganz egal warum. Wer zu wenig trinkt, muss mit Folgen für seine Gesundheit und mit Einschränkungen im Alltag rechnen.

 

Dehydrierung mindert die Lebensqualität

 

Dehydrierung findet statt, wenn der Körper mehr Wasser abgibt, als er aufnimmt. Schwitzen wir mehr, verlieren wir mehr. Wir müssen also auch mehr trinken, um im Arbeitsleben, in der Familie oder auch beim Sport ein gleich bleibendes Leistungsniveau zeigen zu können.
Denn schon ab einem Flüssigkeitsverlust von 1 % kann der Körper so dehydrieren, dass wir uns etwa nicht mehr gut konzentrieren.

 

Klares Denken ist ohne Wasser ein Ding der Unmöglichkeit
 



Allein das Gehirn wird täglich mit 1400 Liter Flüssigkeit durchspült. Wird dem Blut Wasser entzogen, muss das Herz härter arbeiten, damit der Stoffwechsel funktioniert.
Wasser ist Teil von unzähligen Stoffwechselprozessen. Zellen, Knochen und Muskeln brauchen die Versorgung mit Wasser. 

 

Die optimale Wassermenge
Wie viel Wasser ein Mensch braucht, um volle Leistung bringen zu können? Es kommt darauf an. Babys bestehen zu mehr als 80% aus Wasser, ältere Menschen nur noch zu 50%.
Senioren neigen also rein biologisch schneller zur Dehydrierung, als jüngere Menschen. 1,5 – 2 Liter Wasser schlägt die Deutsche Ernährungsgesellschaft als Trinkmenge pro Tag, bei Erwachsenen vor. Doch die optimale Trinkmenge kann stark davon abweichen.

 

Je nachdem,

  • wie viel man sich viel bewegt

  • in welcher Jahreszeit man sich befindet

  • wie viel man wiegt.

  • Welches Klima vorherrscht

  • wie gesund man ist

  • wie hoch der Kalorienverbrauch ist

  • Wie gesund die Ernährung ist

… muss die Flüssigkeitszufuhr um einiges höher liegen.


Bei einem Körpergewicht von 80 Kilo z.B., verliert man bei einer intensiven Sport Einheit von 30 bis 60 Minuten etwa 800 ml. Unter solchen Bedingungen wäre die Aufnahme von 2,5 – 4 Liter Wasser angebracht. Bei manchen Krankheiten muss der Patient sogar 0,5 Liter – 1 Liter pro Stunde trinken, um für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper zu sorgen.

Ein gesunder Körper kann Wasser nicht auf Vorrat halten, es muss ständig nachgereicht werden.

 

Symptome von Flüssigkeitsmangel

Ein bisschen zu wenig Wasser kann man sicher schnell wieder ausgleichen. Manchmal schleichen sich einige Symptome durch zu wenig Trinken ein, ohne dass wir es bewusst merken. Wie oft nimmt man Tabletten, um das eigene Unwohlsein zu lindern. Vielleicht hätte ein großes Glas Wasser den Job auch getan? Deshalb: Erstmal ein Glas Wasser trinken!

 

Symtome bei bis 10 % Flüssigkeitsverlust:

  • Durst,

  • trockener Mund und trockene Zunge

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrationsschwäche

  • Müdigkeit

  • Schwäche

  • Schwindel

  • trockene Haut und Lippen

 

Symtome bei 12% bis 15% Flüssigkeitsverlust:

  • Kreislaufschwäche

  • Wortfindungs- Schwierigkeiten

  • allgemeine Leistungsfähigkeit fällt ab

  • schlechte Laune
     

Übrigens: Flüssigkeitsmangel im Körper wird oft als Dehydrierung bezeichnet. Das ist falsch. Dehydrierung ist eine chemische Reaktion. Der medizinische Fachbegriff lautet „ Dehydratation“.

 

 

Durst signalisiert zu wenig Flüssigkeit

Wartet man mit dem Trinken bis das Durstgefühl einsetzt, so befindet sich der Körper schon im Zustand der Dehydratation. Das Durstgefühl setzt bei einem Flüssigkeitsverlust ab etwa 0,5 % ein. Jedoch nur bis zu einem bestimmten Alter.
Gerade ältere Menschen müssen regelmäßig trinken, um nicht innerlich zu vertrocknen.

Mit dem Alter verringert sich das Durstgefühl. Man sollte dennoch versuchen, am Tag ein bis zwei Liter Flüssigkeit aufzunehmen. Daran kann man sich schnell gewöhnen. Trinkt man morgens als Erstes ein Glas Wasser, führt man schon mal einen Teil der Flüssigkeit zu." rät Dr. Jens Aberle, Facharzt für Innere Medizin.

 

 

Mit leckerem Wasser trinkt man leichter mehr – und ist so besser hydriert

Auf die Frage „warum trinkst Du so wenig Wasser“ antworten viele Menschen mit „weil es mir nicht schmeckt“.

Wie kann es sein, das einem Wesen, welches zu über 70% aus Wasser besteht und welches ohne Wasser nicht leben kann, Wasser nicht schmeckt?
Das dürfte wohl aus der gleichen Feder stammen, wie Stadtkinder, die bei dem Geschmack von frischen Erdbeeren sagen, das diese gar nicht nach Erdbeeren schmecken!

Einige Wässer aus Plastiflaschen schmecken wirklich nicht gut und so greift man schnell nach etwas mit Geschmack und gewöhnt sich daran. Ist man erst einmal daran gewöhnt und die Geschmacksknospen darauf trainiert, desensibilisieren die Geschmacksknospen in unserem Mund immer mehr und der Geschmack muss immer intensiver werden und noch geschmeckt zu werden zu.

Um bei Wasser wieder auf den Geschmack zu kommen, ist ein entscheidender Faktor die Struktur.

Ist die Struktur natürlich und lebendig, verlangt der Körper früher oder später ganz von alleine danach. Ein natürlich strukturiertes Wasser schubst die „Körperintelligenz“ an und dieser Instinkt verlangt nach klarem sauberem Wasser, weil eben dieses unseren Körper versorgt und nicht Flüssigkeiten mit künstlichem Aroma, Stabilisatoren oder künstliche Zusätze.

 

Wie bei so vielem, gewöhnt der Mensch sich an alles und schon scheint es der Normalzustand zu sein und das es besser sein könnte gerät in Vergessenheit. Menschen sind sogar daran gewöhnt, das ihnen schlecht oder einfach nicht so gut geht, wie es ihnen gehen könnte.

Wasser ist in unseren Breitengraden immer da und Sie können es strukturieren und wieder lebendig machen und trinken.

Geben Sie Wasser die Chance Ihnen zu helfen, versuchen Sie es doch einfach einmal, trinken Sie nach dem Aufstehen gleich mind. 300 ml klares Wasser ohne Geschmack und ohne Kohlensäure, so gleichen Sie einen Teil des Wassers aus, welches Sie in der Nacht beim schlafen verloren haben.

 

Und vor dem Essen ein großes Glas- ca 30 min. vorher.
Nach einigen Wochen werden Sie sehen, was Sie gewonnen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Urin

https://de.wikipedia.org/wiki/Dehydratation_(Medizin)

https://www.wissen.de/bildwb/das-filtersystem-die-entgiftungszentrale

 

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