Wasseraufbau

                 


Redoxpotential von Wasser – was genau ist das?
Redox: „ Ox“dation „ und „Re“ duktion in Einem

Redox ist eine Kunstwort. Es setzt sich zusammen aus der ersten Silbe „ Re“ des Wortes Reduktion. Das „ Ox“ ist wiederum die erste Silbe des Wortes Oxidation. Oxidation und Reduktion sind chemische Prozesse.
Wie auch das Wort Redox aus zwei Silben unterschiedlicher Wörter zusammenhängt, so sind Reduktion und Oxidation auch in der chemischen Praxis eng mit einander verschlungen.

Oxidation: Im groben Sinne die Abgabe von elektrisch geladenen Teilchen. Zum Beispiel: Kommt Eisen mit reinem Sauerstoff in Berührung, so wandern pro Eisenatom drei Elektronen zum Sauerstoff. Reduktion: Im groben Sinne die Aufnahme von elektrisch geladenen Teilchen. Zum Beispiel: Sauerstoffatome übernehmen eine bestimmte Anzahl der Elektronen, die vom Eisenatom abgegeben wurden.

Redoxreaktion: Elektronen werden zwischen zwei beteiligten Partnern verschoben. Bei dem gegenseitigen Spiel von Eisen und reinem Sauerstoff, kommt eine Redoxreaktion zu Stande: Eisenoxid. Das Eisen fängt an zu rosten.


Ein Redoxpaar besteht immer aus einem Partner der auf der einen Seite Elektronen abgibt, wie auch einem Partner, der auf der anderen Seite Elektronen übernimmt.
In der Natur gibt es ganz unterschiedliche Reaktionspartner, die untereinander Elektronen verschieben. In der Chemie unterteilt man die unterschiedlichen Stoffe.
Als Reduktionsmittel sind Stoffe bekannt, die dazu neigen, Elektronen abzugeben.
Oxidationsmittel sind der komplette Gegenentwurf. Sie neigen dazu, Elektronen aufzunehmen. Sauerstoff ist der Spitzenreiter und das stärkste aller Oxidationsmittel. Succinate, die Salze der Bernsteinsäure, sind wiederum das stärkste Reduktionsmittel.



Was ist das Redoxpotenzial? Wie misst man es?

Das Redoxpotenzial (auch ORP-Wert) ist eine Messgröße, um das gegenseitige Verschieben von Elektronen zweier Partner messbar zu machen.
Eisen neigt von Natur zur Elektronenabgabe, Sauerstoff zu Aufnahme. Mit einem Messgerät, lässt sich dieses Geben und Nehmen von Elektronen, das Redoxpotenzial, zweier Partner bestimmen.
Es ist natürlich so, dass äußere Bedingungen Messwerte beeinflussen. Um nachvollziehbare Ergebnisse messen zu können, legt man Standardbedingungen fest, die den Rahmen einer Messung abdecken.


Auch beim Redoxpotential: Es wird ein bestimmter Ausgangswert ( Normalpotential) zur Messung des Potentials mit einer Elektrode als Null festgelegt. Um das Redoxpotential in biologischen Systemen zu messen, wird als Standartbedingung ein pH-Wert von 7, 0 definiert.
Ebenso standardisiert ist der Teildruck von Wasserstoff mit einem (1) bar sowie die Temperatur der Umgebung.
Werden Elektronen abgegeben oder aufgenommen, fließt Strom – wenn auch nur wenige Millivolt. Es gibt Messelektroden, die die Fähigkeit von Oxidations- und Reduktionspotenzial in wässrigen Lösungen erfassen können.
Schlägt das Pendel des Messgerätes ins Positive aus, so tendiert das Medium zur Elektronenaufnahme ( Oxidation).
Misst man dagegen einen negativen Wert, so neigt die Lösung zur Elektronenabgabe (Reduktion).


Des Redoxpotenzial (auf Englisch Oxidation Reduction Potential = ORP) in Leitungswasser und destilliertem Wasser liegt jeweils innerhalb +300 mV - +400 mV und +250 mV.
Organische Substanzen wie Mikroorganismen aus Kot, Dreck, Blut oder Futter im Wasser ( Reduktionsmittel) führen dazu, dass sich giftige Verbindungen wie Ammoniak und Nitrit bilden und sich die Wasserqualität verschlechtert. Das führt zu negativem Redoxpotenzial.
Oxidationsmittel wie Sauerstoff oder Ozon dagegen mildern die negativen Wirkung der organischen Substanzen und tragen dazu bei, dass der Wert des Redoxpotentials wieder mehr ins Positive pendelt.




Ein hohes Redoxpotential ist effektiv gegen Keime z.B in Bädern...


Für Freunde von Aquarien, Swimmingpool-Besitzer oder Betreiber von öffentliche Bädern, kann die Messung des Redoxpotenzial durchaus einen Nutzen haben. Einer Keimbelastung im Wasser, kann mit Hilfe der Bestimmung des Redoxpotentials auf die Schliche gekommen werden.
Betreiber öffentlicher Schwimmbäder erhöhen das Redoxpotential, indem Sie den Schwimmbecken z.B. Sauerstoff, Chlordioxid, Ozon oder Hydrogendioxid zuführen, um damit vorhandene Keime im Wasser abzutöten. Bei einem ORP-Wert von +650 mV, werden Bakterien wie E. Coli oder Salmonella binnen 10 und 20 Sekunden abgetötet.




Das Redoxpotential ist kein fixer Wert - Die Umstände spielen eine Schlüsselrolle


Das Redoxpotenzial ist eine Momentaufnahme. Der Wert ist nicht in Stein gemeißelt, wie in so manchen Büchern, Artikeln oder Foren der Anschein erweckt wird.
Temperatur, umliegender Druck und der Ph-Wert spielen bei der Bestimmung genauso eine Rolle, wie die Messelektrode an sich, die Genauigkeit des Prüfers und nicht zuletzt:
Der Japanische Wissenschaftler Masaru Emoto fand in langjähriger Forschung heraus, dass Gedanken und Gefühle einen direkten Einfluss auf die Struktur von Wasserkristallen haben. Je mehr ein Mensch z.B. von Hass erfüllt ist, desto „ hässlicher“ sieht die Struktur von Wasserkristallen unter dem Mikroskop aus.
Inwiefern hat also unsere Absicht, Gefühlszustand eine Wirkung auf das Redoxpotenzial einer wässrigen Lösung?


Unsere Umstände sind nicht 100 % stabil. Kleinste Veränderungen etwa im pH-Wert, ziehen weitreichende Kreise in der Bestimmung des Redox-Wertes. ( Der Redox-Wert fasst pH-Wert und Redoxpotential zusammen. rH = Redox-Wert )
Das Design der Messelektrode beeinflusst genauso den Messwert. Wie ist die Oberfläche der Elektrode beschaffen? Aus welchem Material besteht sie? Eine raue, unebene Fläche einer Platin Elektrode kann mehr Sauerstoff absorbieren. Je feiner die Elektroden-Oberfläche ist, desto weniger Ablagerungen bilden sich an der der Elektrode. Ist die Oberfläche nicht blitzblank, wird die Ansprechzeit erhöht.


Ob Wasser mit einem erhöhtem Redoxpotential gesünder ist? Die Argumente sprechen derzeit dagegen. Die Trinkwasserverordnung schenkt dem Redox-Wert keine Beachtung. Das Potential ist kein fixer Wert, äußerst flüchtig und überhaupt von sehr vielen Faktoren gleichzeitig abhängig.


Ist Wasser mit einem niedrigeren(negativen) Redoxpotential gesünder?


Wenn das Wasser ein positives Redoxpotential hat, wirkt es oxidant. Das bedeutet, dass es eine Verbrennung verursacht. Deswegen wirkt es wie eine Desinfektion gegen Keime, wenn es hoch ist.
Ganz im Gegensatz, wenn es negativ ist, dient es als Energiequelle für den Körper. Pflanzen, z.B., führen eine Reduktion in der Photosynthese aus, und so entstehen Kohlenhydrate, die unsere Körper braucht, und die als Energiequellen dienen.


Ob das Wasser (oder andere Lebensmitteln) oxidant oder reduktant wirkt, kann eine wesentliche Rolle in den Lebensvorgängen spielen.
Manche Wissenschaftler, wie z.B. Werner Kollath, sind dieser Meinung. Kollath erwähnt in seinem Buch „Regulatoren des Lebens – vom Wesen der Redox-Systeme“ von 1968, die Forschung des französischen Wissenschaftlers Lescour, der einen Unterschied des ORP- Wertes zwischen „lebendigem“ und „totem“ Wasser in den Heilquelle von Vichy festgestellt hatte.
In diesem Buch erforscht er den Einfluss von ORP-Werte von verschiedenen Lebensmitteln und hebt hervor, dass sie eine wichtige Rolle bei der Gesundheit spielen.



Es gibt Forscher, die vermuten, dass manche Krankheiten, wie z.B. Krebs, von oxidativen Stress verursacht werden. Sie empfehlen Antioxidanten, wie zum Beispiel Vitamin C, die diesen Stress vermindern können.
Auch manchen Lebensmittel, wie Gemüse oder Obst, hätten eine ähnliche Wirkung. Es liegt sehr nahe, dass einen niedrigeren oder negativen ORP-Wert von Wasser, auch eine gesunde Wirkung hat. Vielleicht dient Wasser mit einem niedrigen oder negativen ORP-Wert auch als Energiequelle? Auf der anderen Seite es ist zu erwarten, dass ein zu niedriger Wert auch Stress hervorbringen könnte.


Wie bei so vielen Dingen, gibt es keinen Wissenschaftlichen Beweis, der als anerkannt gilt, ob es einen Beweis braucht, muss jeder für sich entscheiden. Was auffällt, das immer mehr Berichte von Verbrauchern zu lesen sind, in denen die Verbraucher erzählen, das ein Wasser mit einem –Potential, also negativem Wert besser vertragen wird, den Durst besser stillt. Verbraucher, die Wasser nie mochten, mögen mit einem Mal so gut wie nur noch Wasser, die Lust auf mehr Wasser wieder anregt.


 

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