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Welche Schadstoffe vom Abwasser bleiben im Trinkwasser?

Unzählige Schadstoffe werden im Abwasser entsorgt, vor allem durch Privathaushalte und so gelangen sie ins Trinkwasser, da sie nicht vollständig herausgefiltert werden.
Es gibt kaum einen Schadstoff, der nicht im Trinkwasser nachzuweisen ist: Rückstände von Arzneimitteln, Antibabypillen, Drogen, Hormonen, Chemikalien, Kosmetika, Waschmittel, Medikamenten etc., deren Anwesenheit am häufigsten im Trinkwasser nachgewiesen worden sind, sind z.B. Antirheumatika wie Ibuprofen und Diclofenac, Antiepileptika wie Carbamazepin und Gabapentin, Betablocker, Antidepressiva und verschiedene Antibiotika.



Was noch hinzu kommt
Zu diesen Schadstoffen, muss man die Verunreinigungen hinzufügen, die man üblicherweise im Trinkwasser findet, wie Blei, Cadmium, Kupfer, Chlor, Pestizide, etc.
Diese stammen allerdings nicht aus dem Abwasser.



Antibiotikaresistenz von Bakterien
Die Anwesenheit von Antibiotika im Abwasser könnten die Antibiotikaresistenz von Bakterien fördern, insbesondere von Bakterien, die für die Abwasseraufbereitung zuständig sind. So könnte es zu einer Art Brutstätte von antibiotikaresistenten Bakterien werden.


Medikament macht Fische mutiger
Schwedische Forscher haben anhand von Laborexperimenten gezeigt, dass Rückstände des Medikamentes Diazepam, das zur Behandlung von Angststörungen verwendet wird, Flussbarsche mutiger macht.
Es ist auch gezeigt worden, dass Rückstände von Arzneimitteln, wie der Antirheumatika Diclofenac, die Leber und die Nieren von Karpfen und Forellen beschädigt.




Sogar Drogen
Wissenschaftler haben auch Spuren von Drogen wie Cannabis und Kokain im Abwasser nachgewiesen.
Angeblich werden diese Stoffe bei der Trinkwasseraufbereitung reduziert, aber welche Wirkungen genau die Reste auf Menschen haben ist unbekannt.




Verweiblichung durch Wasser!
Besonders beunruhigend ist die Anwesenheit von Rückständen der Antibabypille im Trinkwasser.
Diese Pillen bestehen hauptsächlich aus künstlichen weiblichen Hormonen, dem Östrogen Ethinylestradiol und einem synthetischen Gestagen.
6,8 Millionen Frauen in Deutschland nehmen täglich die Pille, 0,04%, oder durchschnittlich 2.700, sind von Nebenwirkungen wie Thrombose oder Lungenembolie betroffen.
Das größte Risiko bei diesen Rückständen im Trinkwasser wäre allerdings die Verweiblichung und Fruchtbarkeitsprobleme der Männer.
Dieses Phänomen ist bei Fischen und Fröschen in Oberflächengewässern bereits beobachtet worden und könnte erklären warum die Fruchtbarkeit der Männer in Deutschland dramatisch zurückgegangen ist.


 

Aus der Homöopathie ist bekannt, welche Wirkung alleine nur Spuren von Stoffen haben können.



Die im Trinkwasser nachgewiesenen Mengen dieser Stoffe sind von Hundert bis eine Million Mal niedriger als eine Tagesdosis. Dies bedeutet aber nicht, dass sie unbedenklich sind.



Welche unbekannten Substanzen gibt es noch?
Eine Schwierigkeit besteht darin, dass man nur finden kann was gezielt gesucht wird und bereits bekannt ist.
Es gibt tausende von Medikamenten die ins Trinkwasser gelangen und wir haben von der Mehrheit keine Kenntnis.
Für jede weitere Substanz muss ein Testverfahren entwickelt werden und wenn man nicht weiß was zu suchen ist, kann man es nicht so einfach finden.




Gefährdung für die Gesundheit?
Sind diese Schadstoffe gesundheitsgefährdend für die Menschen?
Manche Experten sind der Meinung es bestehe keine Gefahr, aber die Wirklichkeit ist, dass wir es einfach nicht wissen.
Laborexperimente zeigen, es könnte eine Wirkung geben. Darüber hinaus weiß man nicht was die langfristige Gesamtwirkung all dieser Stoffe, in einer Art Medikamentencocktail, auf die Menschen ist.




Wird gesetzlich nicht geprüft
Derzeit gibt es in der Trinkwasserverordnung für solche Verunreinigungenkeine Grenzwerte!
Es wird dementsprechend nicht geprüft, ob diese Schadstoffe im Trinkwasser vorhanden sind.



Was tun?
Es ist die Entscheidung des Verbrauchers, ob er das Trinkwasser bedenkenlos trinken möchte oder entsprechende Maßnahmen ergreift.
Abgesehen von der Entfernung der unerwünschten Stoffe, schmeckt natürlich gereinigtes Wasser wieder so gut, wie Wasser eigentlich schmecken sollte und regt den Instinkt des Menschen wieder an, Wasser anstelle von Cola, Saft, Limonade usw. zu trinken.






 

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