Die Blume des Lebens - mehr als ein Symbol?

Die Blume des Lebens
 

Du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet 
(Weisheit Salomos 11:20)





Die Blume des Lebens besteht aus neunzehn vollständigen Kreisen und mehrere angefangene Kreisen die Verbunden sind. Sie gilt als Beispiel der Anwendung der heiligen Geometrie, die seit dem Altertum entwickelt worden ist.

                                                           


Tatsächlich kann man alle wichtigen Figuren der heiligen Geometrie aus der Blume des Lebens ableiten. So verkörpert sie die Einheit aller heiligen Geometrie, eine Art einheitliche Feldtheorie.
Aber damit wir sie begreifen können, lassen Sie uns ein wenig von der heiligen Geometrie erzählen.





Geschichte der heiligen Geometrie

Die heilige Geometrie muss von der normalen profanen Geometrie unterschieden werden, die in der modernen abendländischen Wissenschaft verwendet wird.
Nach dieser Geometrie sind die mathematischen Zeichen nur miteinander verbunden und deren Bedeutung hängt nur mit ihnen zusammen.
Das heißt, dass diese Mathematik nur Regeln für die Beziehung zwischen diesen Zeichen anbietet, aber diese Beziehung bezieht sich nicht auf etwas außerhalb der Mathematik.

Im Gegensatz sind in der heiligen Geometrie alle mathematischen Gegenstände mit symbolischer Bedeutung beladen, die auf die Harmonie des Universums zurückführen.

So bedeutet, zum Beispiel, die Zahl 1 die Einheit oder Ganzheit, vom ganzen All, bis zur Einheit der Lebewesen

Die Zahl 2 die Dualität der Wirklichkeit, die überall gefunden werden kann, zum Beispiel, die Dualität zwischen männlich und weiblich, Gut und Böse, Licht und Finsternis, Geist und Körper, Leben und Tod, usw.

Die Zahl 3 vertritt die Synthese dieser Dualität, und bedeutet deshalb die Trinität, die Vollständigkeit des Seins. Und so kann man auch die Bedeutung von anderen Zahlen darstellen.


Die heilige Geometrie war fast allen Völkern im Altertum bekannt. Insbesondere haben die Ägypter sie entwickelt.
Bekannt sind die numerischen Verhältnisse in der großen Pyramide, die vom schottischen Astronom des 19. Jahrhunderts Piazzi Smyth entdeckt wurden.

So haben die Ägypter die Zahlen
und  (der goldene Schnitt) im Aufbau der Pyramide einbezogen.

In der Bibel kann man auch diese Art Zahlen-Mystizismus finden, in der 6 Tage der Schöpfung, die 12 Jünger Jesu, die 40 Tage in der Wüste, und in der prophetischen Bücher von Daniel, Ezechiel und in der Offenbarung.





Die Vernunft versucht Erkenntnisse nachzuweisen


In Griechenland wurden diese Erkenntnisse durch Pythagoras weitergeleitet, der sie in Ägypten erworben hatte.
So haben die Pythagoreer die Vorstellung aufgestellt, dass Zahlen das Wesen der Wirklichkeit darstellen.

Die Pythagoreer entdeckten auch den Zusammenhang zwischen Zahlen und Musik.
So bildet man eine Oktave mit dem Verhältnis 2:1, eine Quinte 3:2, Quarte 4:3, usw. Diese Vorstellung führte zur Theorie der Sphärenharmonie, die die ganze moderne Wissenschaft geprägt hat.

Dieses Zahlen-Mystizismus wurde vom Philosoph Platon aufgenommen und als Grundlage seiner Philosophie eingeführt, die der Ursprung des abendländischen Rationalismus darstellt.

Also besagte ein Schild am Eingang seiner Akademie, dass niemand hereintreten solle, der keine Geometrie kennt!


Der Zusammenhang zwischen dem Rationalismus und der Mathematik ist Schlüssel.
Die Vernunft wird nach der Art der Gedanken in der Mathematik modelliert.
Die Vernunft versucht die Erkenntnisse nachzuweisen, was in der Mathematik die Regel ist.




Einfluss auf die Geschichte

Platons Schüler Aristoteles entwickelte diese Art von Rationalität weiter, obwohl für ihn die heilige Geometrie nicht mehr als das Muster der Vernunft war, sondern mehr die Geometrie von Euklides.

Der Einfluss dieser Ideen auf der Geschichte der Wissenschaft ist immens gewesen.
So kann man die heilige Geometrie aus der Geschichte der Wissenschaft überhaupt nicht weglassen, sondern stellt sie ihrer Grundlage dar.

Galileo, ist der Vater der modernen Physik, ein Anhänger der platonischen Philosophie, nach der die Sprache der Natur die Mathematik ausmacht.1

Diese Vorstellung hat die ganze moderne Wissenschaft bis zur heutigen Physik und Kosmologie geprägt.
Zum Beispiel, wie der Physik Professor am Massachusetts Institut für Technologie
Max Tegmark2 erklärt, sei das Universum eigentlich nur reine Mathematik!

Diese Vorstellung wurde im Altertum in der Architektur angewendet.
Neben der Pyramide, das bekannteste Beispiel war der Tempel Salomos in Jerusalem.
Die Maße die er verwendete waren überhaupt nicht willkürlich, sondern hatten eine symbolische Bedeutung.

Noch ein Beispiel ist der Parthenon in der Akropolis in Athen3.
Im Entwurf dieses Tempels spielt die Zahl 9 eine große Rolle, der auch eine besondere Bedeutung zugewiesen werden kann, da es dreimal die Trinität enthält.





Im Mittelalter

Die heilige Geometrie ist im Mittelalter und während der Renaissance nicht verloren gegangen.
Sie wurde in der Baukunst der gotischen Kathedralen eingesetzt, z.B. in der Aufbau der Kathedralen von Chartres, Rheims, Amiens oder Paris, und dann später in der Renaissance in den Entwürfen von Brunelleschi, Alberti und Palladio4.

Diese Architekten haben den Zusammenhang zwischen der Architektur und der Musik festgestellt. Daher entsteht die Idee, dass die Architektur eine gefrorene Musik verkörpert.

Ein ausgezeichnetes Beispiel des Interesses an der heiligen Geometrie ist die berühmte Zeichnung von Leonardo da Vinci, die auf eine entsprechende Zeichnung des römischen Architekten Vitruvius beruht:

                                                                     

Dieses Bild zeigt die harmonische Proportion im Aufbau des menschlichen Körpers, und gilt als Beispiel des Problems der Quadratur des Kreises, das heißt, der Umfang des Kreises gleich der Umfang des Quadrats.
Die Griechen haben sich über dieses Problem gewundert und haben keine Lösung gefunden.



Die platonischen Festkörper

Als Beispiel der von Platon entwickelten Ideen zur heiligen Geometrie erwähnen wir nun die von ihm entdeckten platonischen Festkörper.

Es sind vollkommen regelmäßige Festkörper und es gibt genau fünf von ihnen. Diese Festkörper bestehen aus regelmäßigen Polygone, das Dreieck, der Quadrat und das Fünfeck.

Der einfachste dieser Körper ist der Tetraeder, der aus vier gleichseitigen Dreiecken besteht:

                                                                               


Der nächste (und bekannteste) platonische Festkörper ist der Hexaeder oder Würfel, der aus sechs Quadraten besteht:

                                                                       


Dann kommt der Oktaeder, der aus acht gleichseitigen Dreiecken besteht:


                                                               


Der Dodekaeder, der aus zwölf regelmäßigen Fünfecken besteht:


                                                              

und zuletzt der Ikosaeder, der aus zwanzig gleichseitigen Dreiecken besteht:


                                                                 

In seinem Dialog der Timäeus erläutert Platon diese Festkörper und behauptet, dass sie die Atome der Materie darstellen. Also entspricht der Tetraeder dem Feuer, der Würfel der Erde, der Oktaeder der Luft, der Ikosaeder dem Wasser und zuletzt der Dodekaeder dem Äther.

Der Äther war die Substanz des Geistes und der himmlischen Körper, deren Existenz bis zum 19. Jahrhundert von der Wissenschaft akzeptiert wurde. Erst mit der Formulierung der Einsteins Relativitätstheorie am Anfang des 20. Jahrhunderts und mit dem Michelson-Morley Experiment würde sie abgelehnt. Allerdings kommt der Äther mit der Entwicklung des Begriffs Quantenvakuum in der Quantenfeldtheorie zurück.


Während der wissenschaftlichen Revolution der 16. und 17. Jahrhunderts hat sich Johannes Kepler mit der heiligen Geometrie befasst und versucht diese Ideen an die Astronomie des Sonnensystems anzuwenden. So entstand sein Modell des Sonnensystems, indem die Bahnen der Planeten sich auf Sphären befinden, wobei diese Sphären mit den platonischen Festkörper verschachtelt sind5.

                                                                    







Die Blume des Lebens selbst


Die Blume des Lebens erscheint in mehreren Kulturen des Altertums.

Die älteste Beispiele kommen in Assyrien und Ägypten vor, nämlich im Palast Königs Assurbanipal in Dur Šarrukin vom Jahr 645 v. Ch., das man im Louvre sehen kann, und auf Pfeilern des Osiris-Heiligtums in Abydos, Ägypten.


Im Abendland kann man die Blume des Lebens in der Altstadt von Straßburg und in der Westminster Abbey in London finden. Auch erscheint das Zeichen in verschieden Ländern wie Bulgarien, Kreta (siehe unten), Israel und Peru.

                                                                       


In der Renaissance hat Leonardo da Vinci sich mit der Erforschung der Eigenschaften dieses Zeichen befasst6, was für jene Zeiten nicht außergewöhnlich ist, da damals der Zeitgeist für diese Themen aufgeschlossen war.


                                                                      


Jetzt kann man die Frage stellen, was ist der Zusammenhang
                                                                               zwischen der Blume des Lebens und der heiligen Geometrie?


Tatsächlich entstehen daraus viele wichtige Figuren dieser Geometrie. Die einfachste Figur entsteht aus der Überschneidung zwei Kreisen, die sogenannte Vesica Piscis:


                                                                


Diese Figur kann in der Gestalt des Auges und des Mundes erkannt werden.

Vesica Piscis wurde als Symbol des Christentums in der Form eines Fisches aufgenommen, was auch vermutlich mit anderen Themen des Christentums verbunden ist, da es sehr im Evangelium verbreitet ist.

Man kann sie auch in der Form des Spitzbogens bei den gotischen Kathedralen erkennen:

                                                         




Wenn man nur die ersten sieben Kreise zeichnet, bekommt man die Saat des Lebens:

                                                             


Aus der Drehung dieser Figur entsteht ein Torus:

                                                          


Der Torus entspricht der Gestalt eines Magnetfeldes, z.B. das Erdmagnetfeld oder alle Magnetfelder von Sterne und Planeten (wenn sie vorhanden sind), oder das Feld das alle Lebewesen umgibt (obwohl man dies derzeit nicht wissenschaftlich nachweisen kann), oder zum Beispiel die Form eines Apfels.




Wenn man weitere äußere Kreise zeichnet erhält man die Frucht des Lebens:



                                                           


Indem man die Mittelpunkte der Kreise verbindet, entsteht der sogenannte Metatrons Würfel, der als eine Art Informationsmuster für die heilige Geometrie betrachtet werden kann;

                                                       


Demzufolge gehen alle fünf platonischen Festkörper daraus hervor
         
         

                                


Die Blume des Lebens lässt auch den Baum des Lebens zeichnen, der in der Kabbala verwendet wird:



                                                                
Wie Sie vielleicht wissen, der Baum des Lebens stellt ein Plan der Mikro- und Makrokosmos dar, wobei alle Bestandteile davon eine Ebene der Wirklichkeit repräsentieren.



Die Blume des Lebens und ihre Wirkung auf dem Wasser


Besonders wichtig ist, das festgestellt wurde, dass die Blume des Lebens eine Energetisierung des Wassers hervorbringt.

Es ist zu erwarten, dass dieses Wasser eine positive Wirkung auf die Ernte von Obst und Gemüse hat, und auch auf alle Lebensmittel die mit diesem Wasser in Kontakt kommen und auf die entsprechende Ernährung.

Damit wir dies besser nachvollziehen können, lassen Sie uns ein wenig von Wasser erzählen.

Es ist auffällig, dass die Kristallstrukturen von Wasserflocken der Blume des Lebens ähneln.
Beide beruhen auf der hexagonalen Struktur und auf der Möglichkeit weitere Substrukturen zu bilden, wie ein Fraktal:

                                                      




Die Vielfalt und Anzahl dieser Strukturen ist verwunderlich. Man sagt es gibt keine zwei Schneeflocken die gleich sind.
Diese Mannigfaltigkeit kann bei der Struktur anderer Kristallen nicht gefunden werden.

Die Beziehung zu Fraktalen ist zu bermerken. Ein Fraktal ist eine Struktur, in der alle Substrukturen der gesamten Struktur ähneln. Als Veranschaulichung zeigen wir wie man die Koch Kurve aus einem Dreieck herleiten kann, die einer Schneeflocke ähnelt:

                                                              


Diese Fähigkeit kleinere Substrukturen wie ein Fraktal zu gestalten gehört auch zur
Blume des Lebens, zum Beispiel zum Frucht des Lebens:

                                                                     


Das obige Bild zeigt, dass alle möglichen hexagonalen Strukturen aus der Blume des Lebens abgeleitet werden können.
Dementsprechend kann man sagen, dass die Blume des Lebens eine Art Ur-Informationsquelle für diese Strukturen ausmacht.

Eine Art einheitliches Feld, wie die einheitliches Feldtheorie, die die Physiker suchen, ein Muster aus der alle symmetrische Wasserkristallstrukturen gestalten werden können.
Wasser friert allerdings nicht immer in diesen schönen Strukturen. Es gibt auch weitere Möglichkeiten.

Der japanische Wissenschaftler Masaru Emoto7 ist berühmt geworden, indem er Wasser aus verschiedenen Quellen und unter unterschiedliche Einflüsse gefroren und photographiert hat.
Demzufolge zeigte er, dass Wasser sogar auf Gedanken oder Musik reagiert, und ob die Kristalle schön oder hässlich sind, abhängig davon ist, ob diese Gedanken oder Einflüsse positiv oder negativ sind.


Die Photos unten weisen dies nach:

                                           


Professor Emoto zeigte auch, dass die Struktur des Wassers aus verschiedenen Quellen auch variieren kann. Zum Beispiel ist das Leitungswasser sehr unterschiedlich zu Wasser aus einer natürlichen Quelle. Das Bild unten zeigt die Struktur von Leitungswasser:


                                                                 

Hässlich, nicht wahr? Im Gegensatz zeigt das Wasser aus einer natürlichen Quelle, zum Beispiel das Yusui-Quellwasser von Sanbu-ichi in Japan, eine schöne Struktur:


                                                                








Kann man sich diese Erkenntnis zu Nutze machen?

Aus dieser Erkenntnis lässt sich fragen, wie könnte man die Struktur von Trinkwasser ins Struktur des Quellwassers umwandeln?
Diese Aufgabe kann von einem Filter, der das Pi-Wasser erzeugt, erledigt werden.
Wobei das Wasser nicht nur gereinigt und mineralisiert sondern auch strukturiert werden muss.




Welche Rolle spielt die Blume des Lebens bei dieser Strukturierung des Pi-Wassers?

Wie schon erwähnt, die Blume des Lebens stellt ein Muster dar, woraus alle symmetrischen Wasserkristallstrukturen abgeleitet werden können.
Es ist also zu erwarten, dass sie eine harmonisierende Wirkung auf dem Wasser hat, da sie diese Struktur festlegt.

Indem die Blume des Lebens die Struktur des Wassers harmonisiert, wirkt es auch eine Energetisierung des Wassers, da diese Struktur einer Energie entspricht.

Diese Energie ist eine Art Lebensenergie, die unsere Zellen ausnutzen, und ohne die Krankheiten entstehen können,
Es ist auch zu vermuten, dass die Energie des Quantenvakuums eine Rolle dabei spielt.

Diese Energie, auch Raumenergie genannt, ist harmonisch, im Unterschied zur mechanischen Energie, die nur die chaotische Bewegung der Moleküle und ihre Wechselwirkungen einbezieht.
Man kann mutmaßen, dass die Blume des Lebens mit dieser Energie in Einklang steht.

Vermutlich haben die Theoretiker und Baumeister des Altertums den Energetisierungsfaktor der Blume des Lebens erkannt und deshalb haben sie sie in ihren Gebäuden eingesetzt.

Die Erforschung der Attribute der Blume des Lebens liegt an der Grenze zwischen Wissenschaft und Spiritualität, die letzte nicht als etwas esoterisch aufgefasst, sondern als Harmonie zwischen Geist und Körper.Es ist wünschenswert, dass sich die Forschung in dieser Richtung weiterentwickelt.

Zum Schluss kann man sagen, dass die Blume des Lebens, als Symbol der Ganzheit, eine harmonisierende Wirkung auf dem Wasser und demzufolge auf die Gesundheit hat.
Da die Gesundheit als Ganzheit aufgefasst werden muss, wo Geist und Körper in enger Beziehung stehen.




1 Galileo Galilei, Il Saggiatore. Roma 1623.
2 Max Tegmark Our mathematical universe, Penguin 2015.
3 Stephen Skinner, Sacred Geometry, S. 124-127. Sterling 2009.
4 Rudolf Wittkower, Architectural Principles in the Age of Humanism, W. W. Norton & Co 1971.
5 Johannes Kepler, Mysterium Cosmographicum, Tübingen 1596.
6 Leonardo da Vinci Codex Atlanticus; Ladislao Reti, Leonardo: Künstler, Forscher, Magier, Bassermann 2006.
7 Masaru Emoto, Die Botschaft des Wassers, KOHA 2012.



 

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